Text des Bleichheimer Fasnetlieds:

 

 

Erste Strophe

Am Dunschdig, do wird dr Bäum ufgestellt,

der Zynduss, üss jedem Ecke schnellt,

ob Alt oder Jung, sisch jeder froh,

dänn Bleichemer Fasnet isch do.

 

Refrain

’’Auch du, du musst gestehn,

in Bleiche ist es schön,

bi uns do wird noch Fasnet gmacht,

so dass ein jeder lacht.’’

’’Auch ich, ich musst gestehn,

in Bleiche ist es schön,

vu Bleiche gang ich nimme furt

bis dass dr Mage gnurrt.’’

 

Zweite Strophe

Am Samstig do gohts in d’Halle nüss,

do haltets daheim kei Mensch me üss,

so mancher wird uff dr Eimer knumme

un vu ihm ä Liedli gsunge.

 

Dritte Strophe

Am Sunndig bim Umzug do isch was los,

es stoht dno glei und groß an dr Stroß,

un lugt dert a die scheene Wäge

bi Sunne un bim Räge.

 

Vierte Strophe

Am Mändig dert ischs sguet Suppeesse,

des duet in Bleiche keiner vergässe,

dann isch dr Kinderpreismaskenball,

in dr schöne Kirnburghall.

 

Fünfte Strophe

Am Zischdig wird dno die Fasnet verbrennt.

Ein jeder nochmol zum Rothüs rennt.

Dr Zynduss muess jetzt im Fir vergo,

ach wär nächst Fasnet scho do.

 

Sechste Strophe / Und die Moral von der Geschicht:

An Fasnet mir nur nach Bleiche gehn,

dänn Fasnet in Bleiche isch wunderscheen,

dert gibts scheeni Maidli, a guete Wie,

do kann mr au luschdig si.

 

 

Text: Erwin Vetter, 1989